autoauto
           
  der neue kunstraum          
   
           

 

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Gerald Grestenberger © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Gerald Grestenberger © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Gerald Grestenberger © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Gerald Grestenberger © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Gerald Grestenberger © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Gerald Grestenberger © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Gerald Grestenberger © 2007

 

<auto> at go to SHOWROOM SHOWROOM 6 (17. 08 - 26.08.2007)
in Riga - together with the following participating art organisations and projects:
go! Amberg & Marti, Zürich & go! Planet 22, Geneva & go! Trottoir, Hamburg & go! Fucking good art, Rotterdam.

part 1: < auto-group-exhibition >
with works by:
installations by:
Jakob Lena Knebl,
Bruce LaMongo,
Gerald Grestenberger d-g-v (go! d-g-v.com),  
Markus Hausleitner ( go! House OfThe.com),
Michaela Mück,
Gerhard Veismann,  
Thomas Hörl,
Peter Kozek,
Katrina Daschner ( go! KatrinaDaschner.net)

part 2: < auto-kino >
Video-screening der arbeiten von über 20
KünstlerInnen gezeigt in installativ adaptiertem Gebäude, zu betreten durch die Installation `crash?´ von Gerald Grestenberger
videos by:
DieFamilie
House Of The ( go! House OfThe.com)
Geschwister Odradek
Michaela Mück
Kozek/Hörlonski
Hans Scheirl
Katrina Daschner ( go! Katrina Daschner.net)
Sabine Jelinek
Micha Payer
Edith Payer
Harald Scherz
Boris Kopeinig ( go kopeinig.net )
Christina Goestl ( go clitoressa.net )
Miriam Bajtala
Viktoria Tremmel
Michael Gumhold ( goheavengallery.com/gumhold )
Miriam Raggam
ManfreDu Schu ( go http://de.wikipedia.org/wiki/ManfreDu_Schu )
&
others


***

<auto> on the road!
Der Kunstraum <auto> hat mit Juni 2007 seinen permanenten Raum in 1030 Wien aufgegeben und wird in Folge in nicht fixierten Abständen Ausstellungen an verschiedenen Orten realisieren.
Der `erste Stop´ auf dieser Tour wurde im August 2007 mit der Einladung für Showroom 6 (http://www.showroom-plattform.de) in Riga, Lettland, einglegt.
Mit einer grossen Gruppenausstellung (8 KünstlerInnen) & einem an drei Abenden stattfindenden Videoscreening (über 20 KünstlerInnen) in einem dafür speziell installativ adaptiertem Gebäude war ein Teil der junge österreichische
Kunstszene vertreten, was insgesamt vor Ort erfolgreich auf Widerhall stieß.
Bezug nehmend auf die Ereignisse rund um die im Jahr 2006 stattfindende `Gaypride´in Riga, wobei die Teilnehmenden von konservativem Mob mit Exkrementen beworfen wurden, war die Ausrichtung der <auto>-Gruppenausstellung
um eine `Normalisierung´, sprich erfolgreich vorgeführte integrale Perspektive bemüht. Diese fand in einer Ausstellungs-Landschaft im Raum Ausdruck, in welcher die 3 Elemente 1) expliziter Kontent (in diesem Falle: expleziter gay-,
genderspezifischer, sowie lesbian-,TransGenderspezifischer Inhalt), 2) Struktur und 3) formalästhetisches Element als Einheit und nicht wie sonst oft üblich, als getrennte Stränge - und damit leicht identifizierbar und gleichzeitig rezeptionstechnisch verlockend nahelegend in einer `Nische´ ablegbar - präsentiert wurden.
Dieser Umgang entsprach auch der Umgehensweise der gezeigten KünstlerInnen, die, trotz gewisser (auch in ihrem Schaffen temporärer) Präferenzsetzungen bezüglich Auseinandersetzungsfeldern in ihrem Arbeiten, mit einem
Bewußtsein um die Kategorien Kontent-Struktur-Formalästhetischer Aspekt gerade in diesem Falle jene Bereiche nicht einer `Claim´-Bildung anheim fallen lassen wollten, um damit nicht dem Anschein eines spezialisierten
Minderheitenprogramms Vorschub zu leisten.
Bedingt durch die Terminlegung von showroom 6 gleichzeitig mit dem einjährlich stattfindenenden Stadtfest in Riga, bei dem Tausende auf den Strassen in guter Stimmung die noch junge Unabhängikeit von Lettland feiern, wurde damit
einer großen, hinsichtlich Alter, sozio-kulturellem Hintergrund, biologischem Geschlecht und genderspezifischer Ausrichtung gemischten Gruppe von Menschen diese Ausstellung zugänglich gemacht.
Das positive Feedback des durchwegs gemischten Publikums auf diese Ausstellung ließ einen als Kulturschaffenden wieder die sonst schon fast nur mehr als Schlagwörter wahrgenommenen Möglichkeiten der Kunst als Bestandteil
inter-kultureller Kommunikation praktisch (und eben nicht alleine theoretisch) als gangbaren Weg erleben.
nach einem Konzept von Gerald Grestenberger für den Kunstraum <auto>



installation view

installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Thomas Hörl © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Thomas Hörl © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Michaela Mück © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Gerhard Veismann © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Gerhard Veismann © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Bruce LaMongo © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Bruce LaMongo © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Michaela Mück © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Peter Kozek © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Jakob Knebl/Hans Scheirl © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Jakob Knebl/Hans Scheirl © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Michaela Mück © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Gerald Grestenberger © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Gerald Grestenberger © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Gerald Grestenberger © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, das em © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Gerhard Veismann © 2007

installation view, <auto in Riga!>
installation view, <auto in Riga!> bei Showroom 6, Riga, Peter Kozek © 2007

Jakob Lena Knebl - installation on Trans-Gender-Identity topics, more info: www.houseofthe.com
Jakob Lena Knebl verwendet für ihre aktuelle Arbeit Ansätze psychotherapeutischer Methoden - im speziellen die des “inneren teams” nach Friedemann Schulz von Thun - als strukturgebende Parameter der für Riga konzipierten Installation.
Knebl hinterfragt heteronormative Regelwerke des Ich in der Gesellschaft und etabliert eine De/Konstruktion des “Selbst”.

Bruce LaMongo - sociopolitical installation “Two Mandalas outside the Black Coffin*
* Der schwarze Sarg ist der umgangssprachliche Ausdruck der Letten für das 1993 gegründete Lettische Okkupationsmuseum in Riga, welches den Einfluss und Terror des nationalsozialistischen sowie des kommunistischen Regimes gegen die
Bevölkerung des baltischen Staates thematisiert, und deren Konsequenzen, aber auch den Widerstand gegen die Besatzung bis hin zur staatlichen Unabhängigkeit 1991.
Im Ausgangspunkt zweier ornamentaler Zeichnungen, die sowohl den nationalsozialistischen als auch den stalinistischen Symbolapparat als Formenfundus benutzen und mit der Methodik motorisch-partizipativer Tätigkeit der Erfüllung des
Mandalas verbinden, wird die Ambivalenz von Erinnerungsarbeit evident gemacht.
LaMongo stellt die Frage: Kann das Ornament den Inhalt transformieren? Das Ornament als autoreferentielle Maschine?

Gerald Grestenberger d-g-v - conceptual installation `crash?´ & `No One is an island, but Everyone lives and dies alone.´ , more info: www.d-g-v.com
Die Arbeit `crash?´ von Gerald Grestenberger d-g-v versteht sich als sozio-skulpturale Installation, als strukturale Intervention, in welcher die Chancen eines alternativen Kunstraumes mitbehandelt sind.
Im Zuge der Namensfindung für den Kunstraum <auto> war das Automobil in seiner Dimension als beweglicher, persönlicher Raum, mit seiner Funktionalität der Mobilität, als Transportmittel, ideale Deskription für die angestrebte Distribution
künstlerischer Positionen.
Diese postulierte (und durchaus auch idealisierte) Flexibilität eines alternativen Kunstraumes ermöglicht das Aufzeigen und Schaffen neuer Zugänge zu bekannten Themen genauso wie das Eröffnen neuer Diskursfelder.
In der sozio-skulpturalen Installation `crash?´ wird diese Option auf einen neuen Zugang tatsächlich physisch realisiert, indem das Ausstellungsgebäude in Riga mit einem neuen Ein/Ausgang versehen wird: Durch die Skulptur eines vermeintlich
in das Gebäude ge-crashten Automobils gelangt man in das Ausstellungsgebäude - mit dem Einstieg an der Gebäudeaußenseite in die Kofferraumtüre eines fünftürigen Wagens, über die Passage des von den Sitzen befreiten Auto-
Innenraumes, bis zum Ausstieg über die Faher/Beifahrertüren im Gebäudeinneren. Indem ein struktural-architektonischer Eingriff vorgenommen wird, fungiert das Auto selbst als Transferraum und schafft neue Einstiegspunkte.
Die skulpturale Installation `Put Your Head in ...´ abstrahiert die psycho-territoriale Setzung von Abgrenzung und Durchlässigkeit in ihrer Dimension potentiell missverständlicher Wahrnehmung, also aus gestaltpsychologischer Perspektive. Dabei
wird mit der gleichzeitigen Verwendung des dekorativen Vokabulars aus der Tradition der Stuckatur, aber in ihrer im Baumarkt verfügbaren Billigvariante aus Styropor, das Feld der `form follows function´ neu aufgespannt.

Markus Hausleitner (das em) - wall make up, more info: www.houseofthe.com
Markus Hausleitner - reüssierend im Designbereich mit seinem Modelabel "house of the very island`s royal club division middlesex klassenkampf, but the question is where are you now?" - verfolgt in Riga sein Konzept des `wall make up´ weiter
(hier durch approbriative Bearbeitung einer Darstellung des momentan `teuersten Kunstwerkes´ zeitgenössischer Kunst von Damien Hirst), in dem er die geschlechtspezifische Tätigkeit des klassischen Visagisten, der traditioneller Weise am
menschlichen Gesicht arbeitet, durch das `Schminken einer Wand´ in den Bereich der Malerei transferiert.

Michaela Mück - drawings
Michaela Mück präsentiert eine ihrer architektonisch-situativen Arbeiten. In großformatigen Zeichnungen werden persönliche Perspektive in präziser Betonung von Details mit mathematisch-physikalischen Deskriptionen der Blickrichtung kurzge-
schlossen.

Thomas Hörl - installative drawings
In der vor Ort erarbeiteten Installation werden mythologische Gesellschaftszusammenhänge auf ihre gegenwärtige Brisanz und Relevanz erforscht und aktualisiert.

Gerhard Veismann - installative drawings
Ausgangspunkt der Zeichnungen von Gerhard Veismann sind die expliziten Screenshots von GayPorn-Videos aus dem www, die ornamentalen Strukturen gegenübergestellt werden, und damit den fließenden Übergang zwischen explizitem
Content und vermeintlich inhaltslosem Ornament in seiner Ambivalenz vorführen. Durch sensible Hängung wird von der Wand weg der Raum zu einem kleinen quadratischen Podest davor aufgespannt, auf dem alleine ein portablen CD-player
mit tragbaren Boxen plaziert ist, aus denen leise Eigenkompositionen ertönen, die formal zwischen Ambiant und repetitiv-experimenteller Klassik changieren, und zur Kopie (zb. auf die Mobiltelefone der Besucher) freigegeben sind.

Peter Kozek - installative drawings
Mit sechs Arbeiten in zwei Format-Reihen (4 gleichformatige Arbeiten am Boden nebeneinander an die Wand gelehnt, 2 zerknüllt an die Wand appliziert) wird hier der Bereich von Beziehung und Interaktion mit expliziter Körperdarstellung und
Textbildern als ästhetische Funktion bearbeitet.
 
   

supported by:

bm:ukk

 

 
   
   

2008-04-07
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